AIT

Das Austrian Institute of Technology mit Hauptsitz in Wien ist die Nachfolgeorganisation der Österreichischen Studiengesellschaft für Atomenergie. Auf Wikipedia wird AIT als eine der größten außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Österreich bezeichnet und damit der Eindruck erweckt, dass es sich um eine öffentliche Einrichtung handelt. In seinem Web-Auftritt präsentiert sich das AIT wie ein Unternehmen und tatsächlich handelt es sich um eine GmbH mit mehreren „Tochterunternehmen“, die sich jedoch zu 50,46% im Besitz des Staates befindet. Den Rest der Anteile hält der „Verein zur Förderung von Forschung und Innovation“ der Industriellenvereinigung Österreichs.
Das AIT gehört zu den fünf privaten Forschungsinstituten, die am umfangreichsten von den EU-Forschungsrahmenprogrammen 6, 7 und Horizon2020 profitierten. Der Gesamtbetrag, den das AIT von der EU-Forschungsförderung erhielt, beläuft sich nach Angaben der ZEIT auf über 16 Mio. Euro. Die Projekte, an denen AIT ? oft in der Rolle als Leitung des jeweiligen Konsortiums ? beteiligt war und ist, handeln einerseits von erneuerbaren Energien (z.B. Sim4Blocks) und Elektromobilität (z.B. SMARTBATT, SYRNEMO), andererseits Cyber-Sicherheit (z.B. SPARKS) und ? damit thematisch verbunden ? Cloud-Dienstleistungen für „kritische Infrastrukturen“ (z.B. C2-SENSE, SECCRIT). Weitere EU-Forschungsprojekte unter Leitung oder Beteiligung von AIT beschäftigten sich mit der strategischen Planung der Technologieentwicklung (z.B. ETCETERA, RIF, FESTOS) und auch ganz konkret mit der Grenzsicherung: Das von AIT geleitete Projekt FASTPASS etwa sollte zur Harmonisierung automatisierter Grenzübergänge beitragen und somit deren Übertritt einerseits beschleunigen, andererseits illegalisierte Einreisen verhindern. Unter der Führung von &Leonardo war neben &Selex und &Idemia auch das AIT am Projekt SUBITO beteiligt, um intelligente Videoüberwachung an Flughäfen zu verbessern. Bis August 2022 sind unter anderem &Thales und das AIT am Projekt FOLDOUT beteiligt, mit dem durch die intelligente Fusion von Sensordaten die „Penetration“ von Belaubung ermöglicht werden soll, um Grenzen besser zu überwachen. Allein für die Leitung dieses Projekts erhält AIT über 1,6 Mio. Euro aus dem Forschungshaushalt der EU.

Kategorie: 4 | Branche: Forschung

Land: Österreich | Standorte: Wien (AT)

Letzte Bearbeitung: 10. Juli 2021

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