CARL ZEISS

Kategorie: 2 | Branche: Sensorik
Land: Deutschland | Standorte: Jena (DE), Oberkochen (DE)
Letzte Bearbeitung: 5. August 2021

Als traditionsreiches Unternehmen und Weltmarktführer bei optischen Systemen war und ist das Unternehmen Carl Zeiss umfangreich in die Ausstattung von Militär, Polizei- und Grenzschutzbehörden eingebunden. Dies reicht von klassischen Ferngläsern über komplexe Überwachungssystemen für Küsten und Landgrenzen hin zur Sensorik, wie sie in der Flug- und Drohnenabwehr zum Einsatz kommt. In den Jahren 2008 bis 2011 koordinierte die Unternehmenstochter Carl Zeiss Optronics das EU-Forschungsprojekt AMASS mit einem Gesamtbudget von knapp 5,5 Mio. Euro. Ziel war es, weiträumige maritime Flächen mithilfe eines Netzwerks von autonomen Sensorbojen zu überwachen.

2012 hatte Carl Zeiss Optronics gemeinsam mit Cassidian (damals die Rüstungssparte von Airbus) und Rohde & Schwarz ein Konsortium gegründet, um deutsche Technologie für das algerische Militär und die Grenzüberwachung zugänglich zu machen. Quasi zeitgleich wurde Carl Zeiss Optronics von Cassidian übernommen. Beide gingen später in Hensoldt auf, das heute entsprechend die gemeinsamen Anteile am 2014 gemeinsam gegründeten algerischen Rüstungs-Joint-Venture Scafse unterhält. Ziel der Zusammenarbeit war es, den Zugang zum algerischen Markt der Grenzüberwachung, wo Zeiss und Cassidain bereits zuvor tätig waren, zu verbessern. Einer der Exportschlager von Hensoldt gerade auf dem afrikanischen Kontinent sind die Radarsysteme „Spexer“, die in unterschiedlichen Ausführungen für Land- und Seegrenzen angeboten werden. Sie basieren wesentlich auf Technologie von Carl Zeiss. Mit dem Verkauf der Sparte „Optronics“ an Cassidian/Hensoldt hat die Zeiss AG ihre wesentlichen Anteile an Rüstung und Grenzschutz jedoch veräußert.

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