IQ WIRELESS

Kategorie: 3 | Branche: Sensorik
Land: Deutschland | Standorte: Berlin (DE)
Letzte Bearbeitung: 10. Juli 2021

Das 1999 gegründete Unternehmen IQ Wireless mit Sitz im Technologiepark Adlershof in Berlin gibt auf seiner Homepage nur wenige Informationen preis und stellt sein System zur multispektralen Detektion von (Wald-)Bränden in den Mittelpunkt. Für ein Unternehmen mit (nach eigenen Angaben) ca. 30-35 Mitarbeitenden war und ist es jedoch in relativ hochkarätige Forschungsprojekte eingebunden. Knapp 500.000 Euro etwa erhielt das Unternehmen für seine Beteiligung am Projekt AMASS, das (unter Leitung der Carl Zeiss AG) in den Jahren 2008-2011 die Möglichkeiten zur Überwachung weiträumiger maritimer Flächen mithilfe eines Netzwerks von autonomen Sensorbojen untersuchen sollte und dabei ganz offensichtlich v.a. auf die Bekämpfung illegalisierter Migration ausgerichtet war. In den Jahren 2013-2016 erhielt es ebenfalls von der EU 185.000 Euro für seine Beteiligung am Projekt PHAROS, welches unter Leitung des DLR grundsätzlich die Anwendung von Satellitenaufklärung und -kommunikation für Sicherheitsanwendung weiterentwickeln sollte. Die Zusammenarbeit mit dem DLR und auch dem Helmholtz-Zentrum ist offensichtlich immer noch eng. Gemeinsam mit dem Institut für Luft- und Raumfahrt der TU Berlin und gefördert vom DLR hat IQ Wireless im Rahmen des Projekts SLink „neuartige Lösungen“ für die Kommunikation zwischen (Nano-)Satelliten entwickelt, die besonders deren Agieren in Schwärmen ermöglichen soll.

Der Gründer des Unternehmens macht auf seiner persönlichen Homepage keinen Hehl aus seiner früheren Verantwortlichkeit für „Forschungs- und Entwicklungsprojekte auf dem Gebiet der ‚Speziellen Kommunikations- und Nachrichtentechnik für militärische Anwendungen‘ sowie der ‚Allgemeinen Sicherheitstechnik'“ im Dienste der Abteilung Operativ-Technischer Sektor (OTS) im Ministerium für Staatssicherheit der DDR. Er bietet sich (Stand Mai 2021) auch als Berater für „BorderControl“ an. Dabei sei „eine kontinuierliche Beobachtung bei Tag und bei Nacht sicherzustellen“. „Zielobjekte“ sind demnach: „professionelle Schmuggler, Grenzverletzer, Einwanderer ohne Rechtsurkunden“.

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