NATO-STO

Die NATO Science and Technology Organization (STO) mit Hauptsitz in Brüssel ist die zentrale Institution der NATO zur Technologie-Beobachtung und -Entwicklung. Nach eigenen Angaben beschäftigt sie selbst 6.000 Wissenschaftler*innen und ist in ein „Netzwerk“ von 200.000 Expert*innen in den Mitglieds- und Partnerländern eingebunden. Jeweils eigene Arbeitsgruppen existieren u.a. zur Fahrzeugtechnologie, Informationssystemen und Sensorik. Traditionell hat die STO eine starke Ausrichtung auf maritime Rüstung und Unterwasser-Systeme, diesbezügliche Aktivitäten werden aus ihrem „Zentrum für maritime Forschung und Erprobung“ (Centre for Maritime Research and Experimentation) in La Spezia, Italien, koordiniert. Dieses war beispielsweise am EU-Forschungsprojekt SECRONIC beteiligt, welches die „Sicherheit“ von Häfen durch die Zusammenführung aller verfügbaren Informationen über den Schiffsverkehr verbessern sollte. Ganz konkret um die „Grenzsicherheit und -überwachung“ ging es bei dem Projekt ARESIBO unter Leitung von &Airbus, an dem (neben &Tekever und der &Fraunhofer-Gesellschaft) ebenfalls die STO beteiligt war. Hier wurde untersucht, wie Einsatzkräften vor Ort mittels „erweiterter Realität“ Informationen z.B. aus der Satellitenüberwachung zur Verfügung gestellt werden können. Weitere EU-Forschungsprojekte mit Beteiligung der NATO-STO befassten sich allgemeiner mit Robotik und Maritimer Überwachung, wobei es der STO dabei sicherlich auch darum ging, die eigenen Kontakte in die entsprechende Forschungslandschaft – gerade auch an den Universitäten – auszubauen.

Kategorie: 4 | Branche: Forschung

Land: Belgien | Standorte: Brüssel (BE), Paris (FR), La Spezia (IT)

Letzte Bearbeitung: 10. Juli 2021

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