Über uns

Was wir wollen:

  • Wir wollen eine Seite, auf der ein interessiertes Publikum, Schüler*innen, Gewerkschaftler*in oder kirchliche Arbeitsgruppe, sich informieren und in das Thema einarbeiten kann.
  • Wir wollen eine Seite, die auch für Menschen mit Vorinformationen – Aktivist*innen, Studierende, Wissenschaftler*innen – eine Informationsquelle ist und ein Ort des Austauschs. Und dies nicht nur in Europa, sondern auch in den betroffenen Regionen des Südens.
  • Wir wollen die Grenzen der Festung Europa mit Informationen und Kommentaren durchkreuzen und damit durchlässiger machen. Deshalb werden wir uns bemühen, möglichst viele Bereiche viersprachig zu gestalten: Englisch, Französisch, Arabisch und Deutsch.

 

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Die Politik der Festung Europa hat mehrere Facetten:

Geflüchtete und Migrant*innen sollen schon im Vorfeld Europas – in der Türkei, in Nordafrika, in der Sahara und dem Sahel – aufgehalten, interniert und zurücktransportiert werden.

Die Europäische Lösung auf dem Mittelmeer ist es seit 2018, die Geflüchteten und Migrant*innen ertrinken zu lassen oder sie durch libysche Milizen auf dem Meer gefangen zu nehmen und in KZ-ähnlichen libyschen Lagern einsperren zu lassen. Die Geflüchteten und Migrant*innen, die es trotzdem schaffen, ins Innere Europas zu gelangen, werden in Lager gebracht und abgeschoben, wenn ihr Antrag auf Asyl keinen Erfolg hat.

Dieses Portal konzentriert sich auf die Vorverlagerung der Grenzen weit nach Afrika hinein. Diktatoren werden bestochen, Milizen werden ausgerüstet, Migrationswege blockiert, lokale Ökonomien ausgetrocknet. Wir untersuchen und dokumentieren diese „Externalisierung der Grenzen“ mit Fragen und Thesen, Karten, einem Wiki und Dokumenten.

Migration Control wurde im Jahre 2017 im Zusammenhang einer Buchveröffentlichung, Diktatoren als Türsteher Europas, von der TAZ ins Leben gerufen. Die Seite wird seit Sommer 2019 aktualisiert und wird von den unten genannten Organisationen, unter Koordination durch FFM e.V. (Forschungsgesellschaft Flucht und Migration), fortgeführt. Denn leider hat das Thema seine Aktualität noch nicht verloren. Europa betreibt eine Politik der Todeszonen.

Beteiligt an diesem Portal ist ein transnationales Netzwerk von antirassistischen Initiativen, NGOs und Forschungsgruppen aus mehreren Ländern. Wir haben Redaktionsgruppen gebildet, die die Entwicklungen in einzelnen Regionen (Mittelmeer, Westafrika, Ostafrika, MENA) verfolgen und dokumentieren. Wir wünschen uns hierfür weitere Mitstreiter*innen.

Du willst mitarbeiten? Kontaktiere contact@migration-control.info  

Das Portal wird betrieben in Kooperation mit:
afrique europe interact | alarmphone | borderline europe  | bordermonitoring europe | ffm e.V. | global detention project | kritnet  | statewatch | sea-watch  | welcome to europe

Das Portal wird unterstützt von brot für die welt | Stiftungsfonds Zivile Seenotrettung | medico