Ägypten

Ägypten ist mit 101 Millionen Einwohner*innen (Stand November 2019) das bevölkerungsreichste arabische Land und steht in Sachen absoluter Bevölkerungszahl nach Nigeria und Äthiopien in Afrika an dritter Stelle. 95 Prozent der Bevölkerung leben auf nur fünf Prozent der Landfläche. Mit Ausnahme des Nildeltas, der Nil-Uferregionen und einiger Oasen besteht das Land überwiegend aus unfruchtbarer Wüste. Landwirtschaftlich nutzbare Flächen sind rar.

Algerien

Das am Mittelmeer gelegene Algerien ist mit 2,4 Millionen km² Afrikas größter Flächenstaat. Es hat eine Küstenlinie von rund 1000 Kilometern und Landgrenzen von mehr als 6700 Kilometern Länge. Im Westen grenzt Algerien an Marokko und die Westsahara, im Süden an Mali, Mauretanien und Niger und im Osten an Libyen und Tunesien. Rund 90 Prozent der Bevölkerung (etwa 42 Millionen, Stand 2019) leben in einem schmalen Küstenstreifen im Norden des Landes. Der überwiegende Teil des Staatsterritoriums ist unfruchtbare Wüste, nur 17 Prozent der Landfläche landwirtschaftlich nutzbar.

Äthiopien

Äthiopien ist ein Transitland für Flüchtlinge aus Südsudan, Somalia und Eritrea, aber auch für afrikanische Arbeitsmigrant*innen auf dem Weg zur arabischen Halbinsel. Gleichzeitig generierte das bislang repressive Regime selbst immer mehr Flüchtlinge: Über eine Million der rund 90 Millionen Äthiopier*innen suchten bislang im Exil Schutz. Viele reisten gen Süden, vor allem nach Kenia. Einige ziehen nach Tansania und sogar bis nach Südafrika. Doch dort droht ihnen neuerdings die Verhaftung, da sie keine Arbeitserlaubnis besitzen.

Benin

Benin wurde am 1. August 1960 als Republik Dahomey von Frankreich unabhängig. Die Hauptstadt ist Porto-Novo, wirtschaftliches, politisches und kulturelles Zentrum jedoch die Hafenstadt Cotonou. Benin grenzt an Togo, Burkina Faso, Niger und Nigeria. Im Land leben heute rund 11,4 Millionen Menschen. Neben der offiziellen Sprache Französisch sind für Benin 54 weitere gelistet. 38 Prozent der Einwohner*innen können lesen und schreiben. Benin gilt als Wiege des Voodoo mit einem eigenen Feiertag am 10. Januar. Die Mehrheit der Bevölkerung bekennt sich mit 48,5 Prozent zum Christentum, gefolgt vom Islam (27,7 Prozent). Offiziell geben 11,6 Prozent an, Voodoo zu praktizieren. Benin wird gerne als das „Quartier latin de l’Afrique“ bezeichnet.

Demokratische Republik Kongo

Die Demokratische Republik Kongo ist schon allein aufgrund ihrer Größe eigentlich schier unregierbar. Das gewaltige Land im Herzen des Kontinents ist ungefähr so groß wie Westeuropa und umfasst rund 10.500 Kilometer Außengrenzen, die schier unkontrollierbar erscheinen. Inmitten des Landes wuchert ein fast undurchdringlicher Dschungel, durch den kaum eine Straße hindurchführt. Allein dies grenzt die Fähigkeit der Zentralregierung in der Hauptstadt Kinshasa, das Land zu kontrollieren, extrem ein und gibt aufgrund der fast nicht existenten Grenzsicherung den Nachbarländern die Möglichkeit, über die porösen Grenzen hinweg in den abgelegenen Peripherien Einfluss auszuüben. Für viele Kongoles*innen ist die jeweilige Hauptstadt der Nachbarländer einfacher zu erreichen als ihre eigene Hauptstadt Kinshasa.

Der Khartum-Prozess

Die Initiative der Europäischen Union (EU) für die Migrationsrouten am Horn von Afrika, besser bekannt als der Khartum-Prozess, wurde auf einer Ministerkonferenz im November 2014 in Rom ins Leben gerufen. In diesem Bericht werden die aus dem EUTF finanzierten Bemühungen des Khartum-Prozesses im Sudan analysiert, darunter Maßnahmen gegen den Menschenhandel und die Schleusung von Migrant*innen, Grenzmanagement, Sensibilisierung und Entwicklungsprogramme. Was das Programm für ein besseres Migrationsmanagement betrifft, so ist schwer zu erkennen, wie die erklärten Ziele von Better Migration Management (BMM) und die von ihm durchgeführten Programme die Ergebnisse für Flüchtlinge verbessern. Die Verfolgung von Schmugglern würde Geflüchteten nur dann helfen, wenn es einfache Wege zu Asyl, legalen Arbeitsmöglichkeiten und Migrationsoptionen gäbe, was jedoch nicht der Fall ist.

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