Demokratische Republik Kongo

Die Demokratische Republik Kongo ist schon allein aufgrund ihrer Größe eigentlich schier unregierbar. Das gewaltige Land im Herzen des Kontinents ist ungefähr so groß wie Westeuropa und umfasst rund 10.500 Kilometer Außengrenzen, die schier unkontrollierbar erscheinen. Inmitten des Landes wuchert ein fast undurchdringlicher Dschungel, durch den kaum eine Straße hindurchführt. Allein dies grenzt die Fähigkeit der Zentralregierung in der Hauptstadt Kinshasa, das Land zu kontrollieren, extrem ein und gibt aufgrund der fast nicht existenten Grenzsicherung den Nachbarländern die Möglichkeit, über die porösen Grenzen hinweg in den abgelegenen Peripherien Einfluss auszuüben. Für viele Kongoles*innen ist die jeweilige Hauptstadt der Nachbarländer einfacher zu erreichen als ihre eigene Hauptstadt Kinshasa.

Der Khartum-Prozess

Die Initiative der Europäischen Union (EU) für die Migrationsrouten am Horn von Afrika, besser bekannt als der Khartum-Prozess, wurde auf einer Ministerkonferenz im November 2014 in Rom ins Leben gerufen. In diesem Bericht werden die aus dem EUTF finanzierten Bemühungen des Khartum-Prozesses im Sudan analysiert, darunter Maßnahmen gegen den Menschenhandel und die Schleusung von Migrant*innen, Grenzmanagement, Sensibilisierung und Entwicklungsprogramme. Was das Programm für ein besseres Migrationsmanagement betrifft, so ist schwer zu erkennen, wie die erklärten Ziele von Better Migration Management (BMM) und die von ihm durchgeführten Programme die Ergebnisse für Flüchtlinge verbessern. Die Verfolgung von Schmugglern würde Geflüchteten nur dann helfen, wenn es einfache Wege zu Asyl, legalen Arbeitsmöglichkeiten und Migrationsoptionen gäbe, was jedoch nicht der Fall ist.

Deutschland

Migration nach Deutschland findet seit der Gründung der Bundesrepublik 1949 statt, wobei sich die Struktur der Zuzüge stark von jener der anderen großen EU-Industriestaaten Großbritannien, Frankreich und Spanien unterscheidet, die vor allem durch Zuzüge aus den jeweiligen ehemaligen Kolonien bestimmt sind. Weil Deutschland aus den meisten seiner Kolonien früher vertrieben wurde, gab es keine vergleichbaren Zuzüge.

Die Europäische Union (EU)

von Christian Jakob, November 2021 Basisdaten und kurze Charakterisierung Die 1993 gegründete EU mit Sitz in der belgischen Hauptstadt Brüssel ist der größte Staatenbund und der größte Wirtschaftsraum der Erde. Sie besteht aktuell aus 27 Staaten und hat eine Fläche von rund 4,1 Millionen km².[…]

Die Internationale Organisation für Migration (IOM)

Inken Bartels, Juli 2021 Basisdaten und kurze Charakterisierung Die Internationale Organisation für Migration, kurz IOM, ist eine Internationale Organisation mit einer spannungsreichen Geschichte der globalen Expansion und wachsendem Einfluss auf die Gestaltung und Umsetzung internationaler Migrationspolitik. Die IOM wurde 1951 von den USA und westeuropäischen[…]

Dschibuti

Das Land am Horn von Afrika ist traditionell ein Korridor zwischen Afrika und Asien. Heute ist es der wichtigste Militärstützpunkt des Kontinents – auch für Europa.

Elfenbeinküste

Die ehemalige französische Kolonie wurde 1960 unabhängig und zählt 25 Millionen Einwohner*innen. Die Hauptstadt ist Yamoussoukro, das wirtschaftliche und gesellschaftliche Zentrum jedoch Abidjan. Die Elfenbeinküste hat Grenzen zu Liberia, Guinea, Mali, Burkina Faso und Ghana. Weitere große Städte sind San Pedro, Korhogo und Bouaké. Die Akan bilden die größte ethnische Gruppe. Etwa 42 Prozent der Einwohner*innen bekennen sich zum Islam, der Rest zum Christentum sowie zu Naturreligionen. Neben der Amtssprache Französisch werden 86 weitere Sprachen gesprochen. Die Alphabetisierungsrate liegt bei 57 Prozent.

Eritrea

Eritrea ist eines der kleinsten, ärmsten und jüngsten Länder Afrikas. 1993 erkämpften sich die Eritreer*innen die Unabhängigkeit von Äthiopien. Seitdem herrschte zwischen den beiden Nachbarstaaten quasi ein kalter Krieg mit beiderseits hochgerüsteten Grenzen. Im Sommer 2018 schlossen die Erzfeinde überraschend einen Friedensvertrag, eine neue Dynamik wurde in Gang gesetzt. Viele Eritreer*innen hatten Hoffnung auf eine Demokratisierung ihres Landes – und wurden bitter enttäuscht. Seitdem fliehen mehr Eritreer*innen als je zuvor.

Frontex

von Chris Jones und Jane Kilpatrick (Statewatch) / Dezember 2020 Brutal. Grausam. Unmenschlich. Dies sind nur einige der Adjektive, mit denen die Migrations- und Grenzkontrollpolitik der EU im Laufe der Jahre beschrieben wurde. Das hat dennoch wenig dazu beigetragen, die Gesetzgebenden davon abzuhalten, neue Formen[…]

G5 Sahel

G5-Sahel wurde 2014 von den Regierungen Mauretaniens, Malis, Burkina Fasos, Nigerias, des Nigers und des Tschads gegründet, um gemeinsame Entwicklungsprojekte zu fördern. Die Steuerung erfolgt über ein Sekretariat in Nouakchott, Mauretanien.
Neben der Operation Berkhane (Truppenstärke 4.500) mit Hauptquartier in N’Djamena, Tschad), MINUSMA (10.000 Soldaten und 2.000 Polizisten mit Hauptquartier in Bamako, Mali), den EU-Ausbildungsprogrammen in Mali und Niger (EUTM, EUCAP) und den US-amerikanischen, hauptsächlich mit Drohnen bestückten Militärbasen, wurde 2017 eine 5.000 Mann starke Truppe gebildet mit einem Hauptquartier in Sevaré, Mali und drei Regionalkommandos (West, Central und East).

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