Border Profiteers

Die Border Profiteers List (Grenzprofiteure) ist ein Verzeichnis von Unternehmen, die in das europäischen Grenzsystem involviert sind und davon profitieren. Die zunehmende Sicherung und Externalisierung der Grenzen wird nicht nur von politischen Interessen angetrieben, sondern ist auch Profitquelle für eine Reihe verschiedener Unternehmen, von Herstellern von Überwachungsausrüstung und Waffen, über Beton- und Lebensmittelhersteller, bis hin zu Beraterfirmen und Forschungseinrichtungen.

Die Border Profiteers List ist eine nicht abgeschlossene und demnach wachsende Ressource für zivilgesellschaftliche Akteure, Forscher*innen und Aktivist*innen. Ein Online Formular, um Beiträge zu dieser Liste vorzuschlagen, folgt in Kürze hier.

Da sich die Border Profiteers List auf öffentlich zugängliche Quellen stützt, übernehmen wir keine Gewähr für die Vollständigkeit der Informationen in dieser Liste. Wir übernehmen auch keine rechtliche Haftung oder Verantwortung für veraltete, falsche oder unvollständige Informationen. Wir werden jedoch Meldungen über veraltete, falsche oder unvollständige Informationen so schnell wie möglich bearbeiten.

Ein großer Teil der Einträge beruht auf einer Recherche der Informationsstelle Militarisierung.

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Firmensitz Germany - München
Kategorien big data

Cancom ist ein IT-Dienstleister mit Hauptsitz in München und (Stand 2021) gut 4.000 Mitarbeiter*innen.

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Firmensitz Spain - Madrid
Kategorien big data

Everis ist ein global tätiges Unternehmen, das sich der „Disruption“ und „digitalen Transformation“ von Behörden und Unternehmen verschrieben hat und diese also dabei unterstützt, ihre Daten und Dienstleistungen in „die Cloud“ zu verlagern. Seit 2013 ist Everis Teil der japanischen NTT DATA Corporation.

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Firmensitz France - Paris
Kategorien big data

Sopra Steria ging 2014 aus der Fusion der beiden französischen Unternehmen Sopra und Steria hervor. Sopra begann als Software-Unternehmen, Steria war zunächst v.a. im Bereich Forschung und Entwicklung sowie zunehmend IT-Infrastruktur aktiv. Beide Unternehmen haben jedoch v.a. ab dem Jahr 2000 in großem Stil andere Unternehmen aufgekauft und ihr Portfolio erweitert. Heute (Stand 2020) bezeichnet sich Sopra Steria mit „46.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“ als „führender europäischer Management- und Technologieberater“ mit dem Ziel, „die digitale Transformation voranzutreiben“. Die deutsche Homepage listet insgesamt 13 Geschäftsbereiche auf, darunter „Aerospace“, „Defence“, „Government“ und „Homeland Security“.

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Firmensitz Switzerland - Neuchâtel
Kategorien big data

Travizory ist das Startup eines Ingenieurs aus Neuenburg, der zuvor u.a. bei SITA tätig war. Das Unternehmen bietet Softwarelösungen an, die Reisende gestützt auf biometrische Daten und Künstliche Intelligenz „Unbedenklichkeit“ (im Sinne der Sicherheitsbehörden) attestieren und Visa ausstellen sollen. Dabei haben die Systeme nach Angaben des Unternehmensgründers Zugriff auf „Datenbanken mit verlorenen oder gestohlenen Pässen und Datenbanken zu Personen, die von Organisationen wie dem FBI, der CIA, den Vereinten Nationen oder Interpol gesucht werden“. Nach eigenen Angaben nutzen (Stand Mai 2021) 50 Länder, Flughäfen und Airlines bereits die Dienste des Unternehmens, womit angeblich 80 Mio. „User“ in den Genuss entsprechender …

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Firmensitz Israel - Tel Aviv
Kategorien big data

Windward wurde 2011 von zwei ehemaligen Angehörigen der israelischen Marine gegründet und ist auf die KI-gestützte Auswertung von Daten über den Schiffsverkehr spezialisiert. Das Startup erhielt in einer ersten Finanzierungsrunde 2013 5 Mio. US$ vom israelischen Risiko-Kapitalfonds Aleph. Als 2015 der Kapitalfonds Horizon Ventures einstieg, wurde der Wert des nach wie vor recht kleinen Unternehmens bereits auf 100 Mio. US$ geschätzt. Mit seinen Datenbanken und Auswertungstools trägt es u.a. zur Umsetzung der Handelssanktionen gegen Nordkorea und zur Beobachtung und Klassifizierung iranischer Frachtschiffe bei.

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